Auf der Suche nach dem Grips am Bau

Von der Höhle zum intelligenten Haus

 „Wie auf einem Schiff …“ fühlten sich vierzehn Schülerinnen und Schüler der Projektgruppe „Von der Höhle zum intelligenten Haus“ auf dem Dach des ‚Hauses der Architekten’ im Medienhafen. Die beiden Architektinnen Frau Mikolaschek und Frau Sinno empfingen uns in der Architektenkammer Düsseldorf, stellten sich unseren Fragen zum Beruf des Architekten und präsentierten uns einen einmaligen Panoramablick über die Gebäude rund um den Düsseldorfer Medienhafen.

Anschließend begleiteten sie uns auf einen von Herrn Siepmann geführten Rundgang zu einem Ufo-artigen Café, einem Hotel aus bunt zusammengewürfelten Klötzen und mit Häusern überbrückten Häusern. Architektur pur! Der geniale Stadtführer brachte uns an jeder Ecke zum Staunen – er konnte wirklich zu jedem Gebäude detailreich und bunt erklären, inwiefern es „intelligent“ ist!

Zwei Tage lang hatten wir uns zuvor in der Schule mit den Grundlagen intelligenter Architektur befasst. Was macht ein Haus intelligent? Die Fähigkeit, Energie für seine Bewohner  selbstständig zu gewinnen? Soll es seine Besucher erkennen und für sie den Eingansbereich in ihrer Lieblingsfarbe leuchten lassen? Oder ist es wichtig, dass der Kühlschrank weiß, was es zum Abendessen geben soll?

Manchmal ist Intelligenz die Eigenschaft, ohne Klimaanlage auszukommen, weil sich ein Haus mit Hilfe einer doppelten Glasfassade selbst belüftet. Oder ein Gebäude zieht die Blicke aller Menschen auf sich, weil es intelligent mit ihren Sinnen spielt. Vielleicht ist es auch intelligent, uralte historische Bausubstanz so aufzubereiten, dass sie modernsten Ansprüchen  an Wohn- und Büroräumen genügt und gleichzeitig der Charme der Jahrhunderte bewahrt wird.

Am letzten Tag hat Herr Wendling einen Rügener Feuerstein auf den Tisch gelegt und wir haben uns von den abgerundeten Kanten des Steins zu Gebäudeformen inspirieren lassen.

Die Gebäude ließen wir sich ihren Liebling-Bauplatz selbst aussuchen, indem wir es in verschiedene Landschaften platzierten. Das funktioniert tatsächlich - die Gebäude überzeugen uns durch ihre Wirkung! Die Suche nach dem Grips im Haus endete erfolgreich!

Jörg Wendling, Uwe Pongs

Architektenkammer Düsseldorf - in Form eines Schiff-Bugs