Klassenfahrt („Pilgerfahrt“) der Jahrgangsstufe Q1 in die Alpen und nach Rom

Vom 05.09. bis 15.09. machte sich zum zweiten Mal eine Q1 (früher hieß dieser Jahrgang „12er“) auf „Pilgerfahrt“.

Wir, das heißt 36 Schülerinnen und Schüler, Frau Lahn, Herr Scholich, Herr Schmitz und ich, wanderten drei Tage in den Alpen, auf einem Teilstück des alten Pilgerwegs von Canterbury nach Rom, um dann weiter nach Rom zu fahren. Dieses Alpenwandern war für die meisten eine wirkliche Herausforderung, von Bourg-St. Pierre hinauf auf den Großen Sankt Bernhard (2473 Meter über dem Meeresspiegel) und, nach Überschreiten der Grenze zwischen der Schweiz und Italien, wieder hinunter nach Aosta auf 583 Meter über dem Meeresspiegel. Nicht allen, einschließlich meiner Person, gelang es, jedes Teilstück der Wanderung zu bewältigen; wie gut, dass der Bus uns im Notfall ein Stück fahren konnte. Mehr als entschädigt wurden wir durch eine herrliche Natur bei strahlendem Wetter, eine wunderbare Erfahrung.

In Rom verbrachten wir vier Tage, wir sahen zentrale Stätten in der Geschichte des Christentums, so natürlich z.B. den Petersplatz und den Petersdom; sogar bei der Jubiläumsaudienz des Papstes durften wir anwesend sein und Papst Franziskus live sehen, wenn auch nur von weitem. Rom ist voll von Sehenswertem, so waren interessierte Schüler mit Herrn Schmitz und mir mehrere Stunden im Forum Romanum und erlebten die Überreste von vielen Jahrhunderten altrömischer Geschichte. Nicht nur bekannte Sehenswürdigkeiten, wie die Engelsburg, das Pantheon, die Spanische Treppe, der Trevi-Brunnen oder natürlich das Kolosseum beeindruckten, beinahe an jeder Ecke gab es etwas zu sehen, schöne Bauwerke wie Kirchen (in keiner Stadt habe ich je so viele Kirchen gesehen wie in Rom) aus allen möglichen Epochen. Am Sonntagmorgen wohnten wir einem italienischen Gottesdienst bei, in der Kirche Santa Maria degli Ageli e dei Martiri, die in die altrömischen Diokletian-Thermen hineingebaut ist. Trotz italienischer Sprache im Gottesdienst kamen Heimatgefühle auf, denn als erstes Lied wurde (wenn auch natürlich auf Italienisch) „Lobe den Herren“ von Joachim Neander gesungen, der uns Düsseldorfern ja wohlbekannt ist. Einen Tag genossen wir am Strand in der Nähe von Rom, wiederum bei herrlichem Sonnenschein und Mittelmeerwasser mit Idealtemperatur.

 

Natürlich gab es auch schwierige Situationen bei dieser Fahrt, als ein Beispiel sei eine kurze, aber heftige Magen-Darm-Krankheit erwähnt, die die meisten von uns für einen Tag befiel; aber auch hier zeigte sich Positives in Negativem, denn einige Schüler kümmerten sich in vorbildlicher Weise um die Kranken und verzichteten deshalb sogar für eine Nacht auf ihren Schlaf; es ist wirklich schön zu sehen, wie sozial unsere Schüler sein können.

Insgesamt war es eine anstrengende und herausfordernde, aber auch eindrucksvolle und bereichernde Fahrt, alles in allem ein einmaliges Erlebnis.

Marcus Glesius, Klassenlehrer der Q1-1