Unsere Abschlussklassen

Wir gratulieren unseren Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 10 zum erfolgreichen Abschluss und wünschen ihnen für die Zukunft alles Gute und Gottes Segen .

Noch ein Abschied für unsere 10er…

Nur ein Strich

Wilhelm Busch lebte Anfang des 20. Jahrhunderts und war ein sehr bekannter deutscher Pfarrer.

In einer seiner Predigten erzählt er folgende Geschichte:

Am Bodensee wimmelt es oft von Kurgästen. Aus den Gasthäusern ertönt laute Musik. Dicht am See gibt es auch eine alte kleine Kirche. Um sie herum liegt ein Friedhof. Schweigend gehen wir durch die Reihen der Schläfer bis an die niedrige Mauer, die den Friedhof gegen den See abschließt. Heiß sind die Steine von der Sonne. Es ist ganz still. Nur leise plätschern die Wellen gegen die Steine. Neben mir steht eine Diakonisse. Auf einmal zeigt sie in das Wasser unter uns und sagt: »Hier hat sich mein Leben entschieden. « Ich schaue in das klare Wasser und sehe etwas Seltsames: Da liegen alte Grabsteine. In früheren Zeiten hat man wohl, wenn man Platz für neue Gräber brauchte, die alten Steine einfach in den See gestürzt. Da liegen sie nun zwischen den Ufersteinen. Wenn das Wasser klar ist, kann man die Inschriften noch lesen. Und die Diakonisse erzählt: «Hier habe ich als junges Mädchen einmal gestanden. Mein Blick fiel auf einen der Grabsteine. Der Name war verwittert. Aber die Jahreszahlen waren noch zu lesen: 1789 1821. Und da durchfuhr es mich auf einmal: Der Strich zwischen den zwei Zahlen, das war ein ganzes Menschenleben. Nur ein Strich! Mehr ist unser Leben nicht! Ein Strich zwischen zwei Zahlen, so wenig! Und da ging mir auf, welch eine Verantwortung wir haben, - die ungeheure Verantwortung, aus diesem armseligen Strich etwas zu machen...! Ja, da habe ich mein Leben Gott übergeben, und ich habe mich entschlossen, dieses arme kleine Leben in Seinen Dienst zu stellen. So wurde ich Diakonisse...«

In der nächsten Zeit entscheidet sich auch einiges in eurem Leben. Es wäre schön, wenn es euch wie dieser Diakonisse aus der Geschichte wichtig ist aus diesem „armseligen Strich“ etwas zu macht. Aus meiner Sicht gelingt das nur, wenn man Gott in seinem Leben mit einbezieht. Das muss nicht heißen, als Mönch oder Diakonisse zu leben. Es soll schlichtweg heißen, dass ich Gott in meine Lebensplanung miteinbeziehe und Ihm die Herrschaft über mein Leben gebe.

In dem Buch der Sprüche in der Bibel steht in Kapitel 16, 1: „Der Mensch denkt über vieles nach und macht seine Pläne.“… und in Vers 3 heißt es dann weiter: „Vertraue Gott deine Pläne an, und Er wird dir Gelingen schenken.“

Das wünsche ich euch, dass ihr das mitnehmt, Gott und der Bibel unbedingt Vertrauen zu schenken, die Verheißungen und Anweisungen in Seinem Wort ernst zu nehmen. Dann bin ich sicher, dass ihr erleben werdet, dass Gott eurem Leben Sinn und Erfüllung schenkt, und euer Leben wert war gelebt worden zu sein.

Mit lieben Grüßen und Gottes Segen von Frau Leppin alias Kleine

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Klasse 10b

Klasse 10c